Robert Löhrs Debütroman „Der Schachautomat“ wurde zum Überraschungserfolg und in 25 Sprachen übersetzt. Darin erzählt der Schriftsteller die Geschichte des berühmten „Schachtürken“: einer vermeintlich selbstständig spielenden Maschine, die im 18. Jahrhundert ganz Europa faszinierte – obwohl in ihrem Inneren ein menschlicher Schachspieler verborgen war. War das der erste große Cheatingfall der Schachgeschichte?
Im Schachtalk sprechen wir mit Robert Löhr über den Erfinder Wolfgang von Kempelen, die Spieler im Inneren des Automaten und die Frage, was Wahrheit und Täuschung damals überhaupt bedeuteten. Außerdem geht es um Löhrs Drehbuch zur Tatort-Folge „Zugzwang“, die mehr als acht Millionen Zuschauer erreichte: Wie authentisch lässt sich die Schachwelt im Fernsehen darstellen? Welche realen Vorbilder stecken in den Figuren? Und wie waren die Reaktionen aus der Schachszene?
Natürlich werfen wir auch einen Blick auf die aktuellen Schachnachrichten – unter anderem auf Vincent Keymer in St. Louis, die österreichischen Staatsmeisterschaften, das WR-Sponsoring des Deutschen Schachbundes und die kommenden Großereignisse im Herbst.
Nächste Woche zu Gast: DSB-Präsident Paul Meyer-Dunker.
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🎬 „Tatort: Zugzwang“ in der ARD-Mediathek:
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Wie wird ein Schachverein Deutscher Meister – und was braucht die Schachbundesliga, um sich professioneller aufzustellen?
Stefan Martin und Stefan Spiegel vom SC Viernheim berichten über den Weg ihres Vereins an die deutsche Spitze. Es geht um Sponsoren, ehrenamtliches Engagement, Nachwuchsförderung und die mediale Begleitung der Bundesligawettkämpfe. Außerdem sprechen sie über einen einheitlichen Marketingauftritt der Liga, die Rolle des Deutschen Schachbundes und die Folgen des Ukraine-Krieges für betroffene Spieler.
Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die kommende Bundesligasaison und die Entwicklung deutscher Spitzenspieler wie Vincent Keymer.
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Rebekka Schuster ist Vorstandsmitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft und engagiert sich dafür, die Geschichte und Kultur des Schachs lebendig zu halten. Im Gespräch erzählt sie von der Schachtradition ihres Heimatvereins in Löberitz. Dabei erklärt sie, warum Schachmuseen und historische Sammlungen auch heute noch wichtig sind.
Außerdem sprechen wir über Schach als verbindendes Element zwischen Menschen und Kulturen, über die Förderung von Frauen und Kindern sowie über Rebekkas eigenen Weg zum Schach. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf das aktuelle Geschehen im Spitzenschach und die Grand Chess Tour mit Vincent Keymer
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Sarah Papp war Deutsche Meisterin 2011, erreichte eine Elo-Zahl von über 2400 und spielte bei vier Schacholympiaden für Deutschland. Im Schachtalk erzählt die Ehefrau des ungarischen Großmeisters Gábor Papp, warum sie – anders als viele andere Mädchen – dem Schach treu geblieben ist und worin für sie der besondere Unterschied zwischen Blitzschach und klassischem Schach liegt.
Außerdem sprechen wir über ihre frühere Rolle als Botschafterin für „Schach für Kids“ und blicken voraus auf die neue Saison der Schachbundesliga und Frauenbundesliga.
Thema ist auch die 53. Ausgabe des Dortmunder Schachfestivals. Gemeinsam analysieren wir das Turnier und das Abschneiden der deutschen Teilnehmer.
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Simon Reinhard spielt für den SK Tarrasch München, hat eine DWZ von über 2000 und wurde 2014 und 2016 Gedächtnisweltmeister. In dieser Folge erklärt er, was man bei einer Gedächtnis-WM überhaupt leisten muss – und welche Rolle ein gutes Gedächtnis im Schach spielt.
Wir sprechen über die Loci-Methode, bei der Informationen mit festen Orten entlang eines bekannten Weges verbunden werden, und darüber, wie sich selbst lange Zahlenfolgen in einprägsame Bilder verwandeln lassen.
Natürlich geht es auch um die praktische Anwendung: Wie hilfreich sind Gedächtnistechniken für Eröffnungsvarianten, Endspiele und das Schachtraining? Was passiert, wenn man eine Hauptvariante auswendig lernt und der Gegner schon früh abweicht? Dabei zeigt sich: Im Schach geht es weder nur um Auswendiglernen noch nur um Verständnis – entscheidend ist das Zusammenspiel von beidem.
Außerdem berichtet Simon Reinhard von seinem Auftritt beim grenke Chess Festival, seiner Arbeit als Gedächtnistrainer und seinem Angebot auf schoolofmemory.com. Auch die Frage, ob man Großmeister Helmut Pfleger wirklich glauben kann, wenn er von einem schlechten Gedächtnis spricht, darf nicht fehlen.
Zum Abschluss sprechen wir über aktuelle Schachthemen: die Schach-WM in Genf, die kommende FIDE-Präsidentschaftswahl, die Ablehnung des Aufstiegs einer reinen Frauenmannschaft in der englischen Schachliga, den Start der Grand Chess Tour mit Vincent Keymer sowie das Turnier in Dortmund.
Mehr Schach gibt es auf chess-tigers.de, im Chess-Tigers-Newsletter und auf schachtermine.com. In der nächsten Folge ist Sarah Papp zu Gast.
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