Vom Geschwätzblitz zum Vorstandsmitglied: Anna Endreß blickt auf eine ungewöhnlich vielseitige Schachlaufbahn zurück.
Schon als Kind gehörte sie zur deutschen Nachwuchsspitze. Sie gewann fünf deutsche Jugendmeistertitel von der U10 bis zur U18, nahm bereits mit neun Jahren an einer Jugend-Weltmeisterschaft teil und spielte 2008 mit gerade einmal 15 Jahren bei der Schacholympiade in Dresden für die zweite deutsche Frauenmannschaft.
Im Schachtalk sprechen wir mit Anna darüber, wie aus dem großen Schachtalent eine Spielerin wurde, die sich bewusst auch für einen Weg außerhalb des Profischachs entschieden hat. Es geht um ihre Zeit bei chess24, um „Geschwätzblitz“, ihre Erfahrungen vor der Kamera und eine Partie gegen Fabiano Caruana. Auch ihre Tätigkeit als Trainerin, ihre Schachkurse, „Faszination Schach“ und ihr eigener YouTube-Kanal „Annas Schachschule“ sind Thema.
Heute verbindet Anna mehrere Welten: Sie ist weiterhin als Schachspielerin aktiv, arbeitet als Juristin und engagiert sich im Vorstand der Emanuel-Lasker-Gesellschaft. Dort geht es längst nicht nur um Turnierschach, sondern um Schach als Kultur- und Bildungsgut, um historische Projekte, soziale Initiativen, Schulschach und die Zukunft der Gesellschaft.
Wir sprechen deshalb auch darüber, wie Anna in den Vorstand der Emanuel-Lasker-Gesellschaft kam, welche Aufgaben sie dort übernimmt und welche Rolle sie künftig spielen könnte. Dazu kommen Einblicke in aktuelle Projekte der Gesellschaft – von Schachkultur und Nachwuchsförderung bis zu Veranstaltungen, Buchprojekten und internationalen Begegnungen.
Außerdem geht es um die bevorstehende WM zwischen Gukesh und Sindarov und die Einschätzung von Kasparov, die neue Total-Chess-Weltrangliste, und die Frage, ob 45 Minuten plus 30 Sekunden pro Zug wirklich eine angemessene Bedenkzeit für klassisches Schach sind.
Ein Gespräch über Talent, Ehrgeiz, neue Prioritäten, Schach als Beruf und Hobby – und darüber, wie man dem Spiel auch jenseits des Brettes verbunden bleiben kann.
